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Was ist LRS?
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LRS-Therapie
Der Therapieverlauf

Für eine erfolgreiche Therapie ist es notwendig, vorab den Stand der Lese- und Schreibfähigkeiten zu ermitteln (siehe Diagnostik). Ausgehend von den Ergebnissen dieser Tests, Gesprächen mit Eltern und Lehrern kann daraufhin ein individuelles Konzept erstellt werden, das die Schwierigkeiten berücksichtigt und zu beseitigen hilft. Neben den schriftsprachlichen Leistungen werden außerdem das Alter des Kindes, sein Geschlecht und die Motivation berücksichtigt. (Da Jungs häufiger unter LRS leiden als Mädchen, ist es angebracht sie mittels jungstypischen Wortmaterial und Lesestücken zu motivieren.)

Die Länge der Therapie richtet sich nach dem ermittelten schriftsprachlichen Leistungsstand. Regelmäßige Überprüfungen dokumentieren die Fortschritte und helfen bei der Regulierung des Therapieverlaufs.

Einige Kinder verfügen über eine kaum ausgebildete phonologische Bewusstheit, d.h. Laute innerhalb eines Wortes werden von ihnen schwer oder nicht erkannt, sodass die Zuordnung zu einem Buchstaben unsicher scheint. Häufig zeigt sich ein Unvermögen auch darin, dass die Laute nicht voneinander abgegrenzt werden können, sodass Wörter Buchstabenauslassungen oder Buchstabenverdrehungen aufweisen.

Meist haben diese Kindern Schwierigkeiten mit dem Zerlegen von Wörtern in Silben oder mit dem Reimen. In diesen Fällen muss zunächst an der phonologischen Bewusstheit gearbeitet werden.

Andere Kinder verfügen über gute phonologische Fähigkeiten, können aber den Rechtschreibnormen nicht Folge leisten. In diesen Fällen setzt eine Therapie an den gültigen orthographischen Regeln an, die anhand von vielfältigen Arbeitsmaterial erschlossen und geübt werden. Ziel der Therapie ist es, den Kindern Strategien zur richtigen Schreibung zu lehren, damit sie zur Selbsthilfe fähig sind. Diese Strategien ergeben sich aus dem erworbenen Wissen über die Funktionsweise der deutschen Sprache. Das schließt grammatische Kenntnisse ebenso ein wie das Wissen um die Wortbildung.


Frühförderung

Neben dem Trainingsprogramm für Schulkinder mit LRS möchten wir die Aufmerksamkeit zusätzlich auf die Frühförderung lenken, die sich sowohl an normal leistungsstarke Vorschüler und Kindergartenkinder richtet als auch an diejenigen, die Schwierigkeiten mit der Sprache haben.

Die meisten Vorschüler können sowohl die Laute ihrer Muttersprache richtig hören und aussprechen als auch Wörter reimen oder in Silben zerlegen. Diese Fähigkeiten treten häufig spontan auf, genügen aber noch nicht, um Lesen und Schreiben zu lernen. Ziel der Frühförderung ist es daher, den Kindern spielerisch Kenntnisse über die einzelnen Laute ihrer Sprache zu vermitteln, sie zu erkennen und voneinander unterscheiden zu lernen. Die Ausbildung einer Bewusstheit über den Lautbestand (phonologische Bewusstheit) soll erreicht werden. Studien zeigen, dass eine Frühförderung einen deutlichen Vorteil für das spätere Erlernen des Lesens und des Schreibens bedeutet (auch bei Kindern mit vormals schwachen phonologischen Fertigkeiten), da die Laut- Buchstabenzuordnung mehrkanalig im Gedächtnis verankert und somit gesichert ist.


Funktionaler Analphabetismus

Schüler, die während ihrer Schulzeit Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben aufwiesen und damit mehr Qual und Anstrengung als Freude verbanden, scheitern leider oft auch im Berufsleben. Viele der Betroffenen haben Schwierigkeiten eine Arbeit zu finden, da sie keine qualifizierte Berufsausbildung vorweisen können oder üben eine Arbeit aus, die unter ihren intellektuellen Fähigkeiten liegt.

In sozialer Hinsicht bemühen sich funktionelle Analphabeten, ihre Schwierigkeiten zu verbergen und drohen zu vereinsamen. Die Anwendung der wichtigen Kulturtechniken Lesen und Schreiben kann aber in jedem Alter erworben werden. Das größte Hemmnis stellen zumeist die Scheu und die aus der Schulzeit bekannte Angst zu versagen dar. In einer Einzeltherapie lernen Erwachsene ohne größere Probleme die Schriftsprache. Sie setzen hier die Maßstäbe für das Arbeitstempo, für die Anzahl der Wiederholungen bis sie die Zuordnung von Lauten und Buchstaben verinnerlicht haben, sodass ein Versagen kaum möglich ist.

 
       
 

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