| Schriftgröße |
|||
| Start | Veranstaltungen | Kontakt | |||
| Was
ist LRS? Diagnostik LRS-Therapie 1. - 4. Klasse 5. - 12. Klasse Latein Englisch Ansprechpartner Therapie-Beispiele Standorte Magdeburg Stendal Quedlinburg Wernigerode |
LRS-Therapie Der Therapieverlauf Für eine erfolgreiche Therapie ist es notwendig, vorab den Stand der Lese- und Schreibfähigkeiten zu ermitteln (siehe Diagnostik). Ausgehend von den Ergebnissen dieser Tests, Gesprächen mit Eltern und Lehrern kann daraufhin ein individuelles Konzept erstellt werden, das die Schwierigkeiten berücksichtigt und zu beseitigen hilft. Neben den schriftsprachlichen Leistungen werden außerdem das Alter des Kindes, sein Geschlecht und die Motivation berücksichtigt. (Da Jungs häufiger unter LRS leiden als Mädchen, ist es angebracht sie mittels jungstypischen Wortmaterial und Lesestücken zu motivieren.) Die Länge der Therapie richtet sich nach dem ermittelten schriftsprachlichen Leistungsstand. Regelmäßige Überprüfungen dokumentieren die Fortschritte und helfen bei der Regulierung des Therapieverlaufs. Einige Kinder verfügen über eine kaum ausgebildete phonologische Bewusstheit, d.h. Laute innerhalb eines Wortes werden von ihnen schwer oder nicht erkannt, sodass die Zuordnung zu einem Buchstaben unsicher scheint. Häufig zeigt sich ein Unvermögen auch darin, dass die Laute nicht voneinander abgegrenzt werden können, sodass Wörter Buchstabenauslassungen oder Buchstabenverdrehungen aufweisen. Meist haben diese Kindern Schwierigkeiten mit dem Zerlegen von Wörtern in Silben oder mit dem Reimen. In diesen Fällen muss zunächst an der phonologischen Bewusstheit gearbeitet werden. Andere Kinder verfügen über gute
phonologische Fähigkeiten, können aber den Rechtschreibnormen
nicht Folge leisten. In diesen Fällen setzt eine Therapie an den
gültigen orthographischen Regeln an, die anhand von vielfältigen
Arbeitsmaterial erschlossen und geübt werden. Ziel der Therapie ist
es, den Kindern Strategien zur richtigen Schreibung zu lehren, damit sie
zur Selbsthilfe fähig sind. Diese Strategien ergeben sich aus dem
erworbenen Wissen über die Funktionsweise der deutschen Sprache.
Das schließt grammatische Kenntnisse ebenso ein wie das Wissen um
die Wortbildung. Die meisten Vorschüler können
sowohl die Laute ihrer Muttersprache richtig hören und aussprechen
als auch Wörter reimen oder in Silben zerlegen. Diese Fähigkeiten
treten häufig spontan auf, genügen aber noch nicht, um Lesen
und Schreiben zu lernen. Ziel der Frühförderung ist es daher,
den Kindern spielerisch Kenntnisse über die einzelnen Laute ihrer
Sprache zu vermitteln, sie zu erkennen und voneinander unterscheiden zu
lernen. Die Ausbildung einer Bewusstheit über den Lautbestand (phonologische
Bewusstheit) soll erreicht werden. Studien zeigen, dass eine Frühförderung
einen deutlichen Vorteil für das spätere Erlernen des Lesens
und des Schreibens bedeutet (auch bei Kindern mit vormals schwachen phonologischen
Fertigkeiten), da die Laut- Buchstabenzuordnung mehrkanalig im Gedächtnis
verankert und somit gesichert ist. In sozialer Hinsicht bemühen sich funktionelle Analphabeten, ihre Schwierigkeiten zu verbergen und drohen zu vereinsamen. Die Anwendung der wichtigen Kulturtechniken Lesen und Schreiben kann aber in jedem Alter erworben werden. Das größte Hemmnis stellen zumeist die Scheu und die aus der Schulzeit bekannte Angst zu versagen dar. In einer Einzeltherapie lernen Erwachsene ohne größere Probleme die Schriftsprache. Sie setzen hier die Maßstäbe für das Arbeitstempo, für die Anzahl der Wiederholungen bis sie die Zuordnung von Lauten und Buchstaben verinnerlicht haben, sodass ein Versagen kaum möglich ist. |
||
| Diese Seite drucken |