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Diagnostik

Für die Erstellung eines individuellen Förderplans ist es erforderlich, zu Beginn der Therapie einen Rechtschreibtest durchzuführen. Anhand dieses Tests können Fehlerschwerpunkte erkannt und analysiert werden. Bei der Analyse werden die ermittelten Fehler den Fehlerkategorien zugeordnet, weiterhin wird eine lokale Bestimmung der Fehler vorgenommen (welche Silbe oder welcher Wortbestandteil jeweils betroffen ist) und die Häufigkeit einzelner Fehler berücksichtigt.

Da Kinder mit einer Lese- Rechtschreibschwäche sehr kreativ und flexibel bezüglich der Schreibung sein können, sind viele Fehler des ersten Tests als Einzelfehler zu betrachten, die quantitativ von Bedeutung sind, qualitativ aber nicht überbewertet werden dürfen. Aus diesem Grund werden Rechtschreibtests innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes wiederholt und falls erforderlich variiert. Diese langfristige Fehlerbeurteilung, die während der Therapie vorgenommen wird, ermöglicht das Erkennen grundsätzlicher Schreibschwierigkeiten des Kindes, die daraufhin behandelt werden können.

Die Leseleistung wird ebenfalls zu Beginn der Therapie anhand eines ersten Tests beurteilt. Es dienen hierzu sowohl einzelne Wörter als auch Sätze, die dem Entwicklungsstadium des Kindes entsprechen. Der Lesetest überprüft die Schnelligkeit der Worterfassung ebenso wie die Aussprache der Wörter, ihre Intonation, die Melodieführung der Sätze, das Textverständnis und die mögliche Anspannung und Konzentration des Kindes beim Lesen. Parallel zum Rechtschreibtest wird die Leseleistung regelmäßig beobachtet und dokumentiert.

 
       
 

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